Tierpsychologe ( ATN Schweiz  )

                                                                
            Tierpsychologe ( ATN
 Akademie / Schweiz)  

 Erlaubnis erteilt nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f  Tierschutzgesetz  

 

        

Vier Worte, und deren besondere

Bedeutung in der Mensch/Hund Beziehung

 

1. Kommunikation

Kommunikation ist die wechselseitige Form der Informationsübertragung. Das heißt, zwei oder mehr Individuen senden, empfangen und antworten untereinander auf bestimmte Signale.

Durch Kommunikation, also das Senden von Signalen ( Verbal und Nonverbal ) wird das Verhalten des Empfängers beeinflusst.

Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Hund sollte vorrangig über Gestik, Mimik und Körpersprachliche Ausdruckselemente stattfinden.

Kontrollieren Sie sich selbst, um Gefühlsausbrüche sinnvoll einzusetzen oder lieber zu vermeiden.

Denken Sie immer daran, eine Führungsperson muss souverän und sicher handeln.

Wollen Sie ihrem Hund eine souveräne Führung vorleben, sollten Sie eigene Ängste und Aggressionen ihrerseits kontrollieren. Zeigen Sie ihrem Hund das Sie die Richtung vorgeben, so wird er Ihren Handlungen vertrauen und sich in jeder Situation sicher fühlen und Sie sogar beschützen wenn es sein muss. 

Da eine artübergreifende Kommunikation ( Mensch/Hund ) entstehen soll, müssen Sie lernen, die Vielzahl an Ausdrucksmöglichkeiten die Ihr Hund in Form von Gesichtsmimiken, Ohr-Bein-Rutenstellungen, Bewegungen und Lauten zeigt, zu entschlüsseln. Nur so ist es möglich den Gemütszustand Ihres Hundes zu deuten, und eine Kommunikationsbasis zu schaffen, in der Sie und Ihr Hund nicht aneinander vorbei reden.

Achten Sie bei sich selbst auf immer gleich bleibende und situationsbedingt passende Mimiken, Gesten und Körpersprache. Nur so kann Ihr Hund Sie verstehen und Ihnen die Führung überlassen. Ist dies der Fall, dann ist eine kommunikative Übereinkunft zwischen Ihnen und Ihrem Hund entstanden. Eine Basis der Verständigung hat sich entwickelt.

Ein Hund lebt in der Gegenwart. Er muss sicher sein, was als nächstes kommen mag. Handeln Sie vorausschauend. Bauen Sie immer gleich bleibende Rituale in Ihrem Tagesablauf. Für Ihren Hund entsteht so ein klares Bild, an dem er sich orientieren kann.

 

2. Koordination

Übertragen Sie ihre Gefühle die Sie Ihrem Hund senden wollen, auf Ihre Bewegungen. Bringen Sie beides in Einklang. Üben Sie, mit ihrem Hund ohne Sprache in Kontakt zu treten. Er wird Sie besser verstehen.

Tragen Sie über Bewegungen Ihr Innerstes nach außen. Geben Sie ihrem Hund die Chance, in Ihnen einen anders aussehenden Artgenossen zu erkennen.

Wenn Sie z.B. Ihren Hund zu sich rufen, muss der Bedeutungsinhalt Ihrer Körpersprache klar zu identifizieren sein. Setzen Sie eindeutig freundliche Gesten ein, wenn Sie es gut mit Ihm meinen. Verändern Sie ihre Haltung wenn Sie bestimmend auftreten müssen.

Treten Sie mit Ihrem Hund gleichzeitig Verbal und Nonverbal in Kontakt, sollten Ihre Stimme und Ihre Körpersprache zu 100% übereinstimmen. 

 

3. Konzentration      

Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie Ihrem Hund vermitteln möchten. Blenden Sie nach Möglichkeit, alles was um Sie herum passiert aus. Spielen Sie in Gedanken den nächsten Schritt durch bevor Sie handeln. Der Gewöhnungsprozess befähigt Sie, in Zukunft intuitiv und souverän zu handeln.

Vertrauen Sie Ihren eigenen Fähigkeiten. Konzentrieren Sie sich auf die momentane Situation.

Lassen Sie sich nicht von Passanten, mit oder ohne Hund, durch Verbale und Nonverbale Anfeindungen nervös machen.

Konzentrieren Sie sich auf Wortwahl, Tonlage und Ihre Bewegungen. Äußern Sie gegenüber Ihrem Hund Ihren Unmut wenn es nötig ist. Lächeln Sie nicht, wenn Sie es ernst meinen. Lassen Sie Ihren Hund all Ihre Freude spüren wenn er etwas toll gemacht hat. Versuchen Sie positive und negative Handlungen klar zu trennen damit Ihr Hund Sie nicht missversteht.

Handeln Sie vorausschauend, damit es erst gar nicht zu Auseinandersetzungen mit anderen Menschen oder Hunden kommt. Sie können es sowieso nicht jedem Recht machen. Versuchen Sie das, was wir Ihnen vermitteln in die Tat umzusetzen.

 

4. Konsequenz

Konsequent zu sein, fällt den meisten Hundehaltern sehr schwer. Ihr Hund dagegen handelt immer konsequent. Für Ihn gibt es "Schwarz oder Weiß"/ "Ja oder Nein". Er denkt nicht erst darüber nach, ob er dem vorbei laufenden Jogger hinterher rennt oder nicht. Er tut es, oder er tut es nicht.

Handel Sie konsequent, verfolgen Sie Ihr Ziel im Umgang mit Ihrem Hund. Durch Ihre Zielstrebigkeit wird Ihrem Hund klar, was Sie von Ihm erwarten. Signalisieren Sie Ihrem Hund, das Ihre Konsequenz positive oder negative Folgen haben kann.

Handeln Sie in der gleichen Situation einmal konsequent, beim nächsten mal aber inkonsequent, kann Ihr Hund nicht erkennen, welcher Ablauf für Ihn sinnvoll ist. Sie sind unberechenbar. Ihr Hund wird sich nicht auf Sie verlassen und ihren Handlungen nicht vertrauen.

Ihr Hund zieht seine eigene Konsequenz. Er wird aus Sicht des Menschen ungehorsam, was an sich völliger Blödsinn ist, denn wir haben Ihm sein Handeln beigebracht. Der Mensch muss lernen, klare Strukturen zu schaffen, in denen der Hund viel Bewegungsspielraum haben kann und an denen er sich orientieren kann.

 Ein gutes Beispiel ist das Springen aus dem Auto. Sobald sich die Tür öffnet , darf der Hund herausspringen. Ein anderes mal muss er erst auf ein Signal warten bevor er herausspringen darf. Ihm wird also keine klare Struktur vermittelt. 

Konsequenz hat nichts mit Zwang zu tun. Jedes Individuum braucht Regeln an denen es sich zu halten gilt. Werden diese Regeln eingehalten, bleibt genügend Freiraum um lebenswichtige Bedürfnisse zu befriedigen.  

Ihr Hund ist ein Meister im Entschlüsseln Ihrer Körpersprache. Biologisch gesehen ist es Ihrem Hund nicht möglich die Bedeutung von Worten ohne entsprechender Körpersprache zu entschlüsseln. Bringen Sie ihre Gefühle und Ihr Handeln miteinander im Einklang.

Beobachten Sie Ihren Hund nicht nur von aussen. Vergessen Sie nicht das Innenleben Ihres Hundes, seine Emotionen, die Ihn in bestimmten Situationen sein Handeln bestimmen lassen. Setzen Sie Ihn nicht Ihren willkürlichen Handlungen aus.

 

Sie werden jetzt denken "die Fütings haben leicht reden". Aber glauben Sie uns, alles kommt mit der Zeit. Wenn Sie erkannt haben das Sie sich auf Hündisch mit Ihrem Hund unterhalten können, werden Sie verstehen wie sehr sich die Anstrengung gelohnt hat. Sie werden erkennen wie faszinierend und klar strukturiert die Welt der Hunde funktioniert. Lassen Sie sich auf Ihren Hund ein. Versuchen Sie Hund zu leben denn er wird es Ihnen ein Leben lang danken