Warum ist es sinnvoll einen Tierpsychologe zu beauftragen ?

Anders als in der Humanmedizin, wo der Patient dem Arzt sagt wo der Schuh drückt, kann der Veterinär ( Tierarzt ) oder der Hundepsychologe, den Hund nicht nach dessen Beschwerden befragen.

Die Diagnose durch den Tierarzt, geschieht ausschließlich über die Befragung des Hundehalters und über Untersuchungen der physischen Mobilität des Hundes. Schließt der Tierarzt physische Ursachen aus, so ist die Verhaltensveränderung eventuell psychischer Natur. Jetzt kann die Unterstützung eines Tierpsychologen hilfreich sein.

Wie arbeitet der Tierpsychologe ?

Der Hundehalter nimmt telefonisch  Kontakt zum Tierpsychologen auf, und beschreibt, welche Verhaltensauffälligkeiten sein Hund momentan zeigt.

Ein Termin zum gemeinsamen Gespräch wird vereinbart. Durch die Beschreibung des Hundehalters, die speziellen Fragen des Tierpsychologen und beobachten des Hundes in seiner gewohnten Umgebung, werden wichtige Informationen zusammengetragen, um eine erste Diagnose stellen zu können..

Nimmt der Tierpsychologe an, das die Ursache des Hundeverhaltens im physischen Bereich zu finden ist,  überweist er seine Klienten zum Tierarzt oder eventuell zum Physiotherapeuten.

Je nach Fall, werden Trainingseinheiten vereinbart, um  Hund und Halter, in den  beschriebenen Situationen zu beurteilen. Durch die Informationen im Beratungsgespräch und der Beurteilung in den Trainingseinheiten, bekommt der Tierpsychologe einen Gesamteindruck vom Verhalten des Mensch / Hund Team's.  Für den Tierpsychologen entsteht ein kleines, aber hilfreiches Ethogramm ( Verhaltenskatalog ) vom Hund und Hundehalter. Erst jetzt kann ein Behandlungsplan erstellt werden, an dem der Hundehalter sich orientieren kann.

Im Einzelfall versucht der Hundehalter, die Behandlungsempfehlungen allein umzusetzen, oder aber er nimmt über mehrere Trainingseinheiten die Hilfe des Tierpsychologen in Anspruch, was meistens effektiver ist.

Warum ist die Arbeit des Tierpsychologen, bei richtiger Umsetzung durch den Hundehalter, so effektiv !

In vielen Fällen liegt die Ursache der Verhaltensauffälligkeit des Hundes, an den Umweltbedingungen in denen er lebt. Missverständnisse in der Kommunikation sind oft die Ursache. Viele Verhaltensweisen sind genetisch fixiert, andere wiederum sind durch Anpassung an die jeweiligen Umweltbedingungen vom Hund erlernt worden.

Um beurteilen zu können, ob Hund und Hundehalter unter den momentanen Zustand leiden, hat der Tierpsychologe gelernt, das Verhalten beider zu analysieren und geeignete Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Der Tierpsychologe nimmt das Verhalten vom Wolf als Beurteilungsmaßstab, um die durch den Prozess der Domestikation, veränderten Verhaltensweisen des Haushundes mit denen des Wolfs zu vergleichen, und somit erklären zu können. Ein gewisses Talent und Intuitives handeln muss aber dennoch vorhanden sein.

Muss die Ursache für ein bestimmtes Verhalten herausgefunden, eine auf fundiertes Wissen aufgebaute Diagnose gestellt, und ein Behandlungsplan erarbeitet werden, ist der Tierpsychologe die erste Wahl.

Die Ausbildung zum Tierpsychologen und Tiertrainer, umfasst ein großes Spektrum an Lernmaterial, theoretisch wie praktisch. Den gesamten Umfang dieses Wissens zu beschreiben, würde den Rahmen der Homepage sprengen.